zum Inhaltsbereich dieser Seite | zur Hauptnavigation | zur Unternavigation |
Navigations-SpalteSpalte 1Service-Spalte

Copyright © Evangelische Frauen e. V.
Impressum | Links | Anfahrt | Kontakt | nach oben


Druckansicht
Christiane Drewello-Merkel bei ihrer Abschiedsrede.

Neues Vorstandsteam führt künftig den Landesverband der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e.V.
Nach zehn Jahren Vorsitz gibt Christiane Drewello-Merkel ihr Ehrenamt in neue Hände.
DARMSTADT, 22. März 2010. Die Delegierten des Landesverbands der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e.V. (EFHN) wählten am 20. März in Frankfurt in der Jahres-hauptversammlung einen neuen Vorstand. Von der Liste der Regionalen Frauenarbeit wur-den im ersten Wahlgang Monika Bertram aus der Propstei Starkenburg, Luise Böttcher aus der Propstei Oberhessen, Christiane Hucke aus der Propstei Starkenburg, Bettina Luck aus der Propstei Nord-Nassau, Kathrin Reis aus der Propstei Rhein-Main und Ursula Schmidt aus der Propstei Nord-Nassau gewählt. Im zweiten Wahlgang wurden von der Liste der Mitgliedsverbände der überregionalen Frauenarbeit Brigitte Gößling als Vertreterin von FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e. V. und Ulrike Hofmann als Vertreterin des Pfarrerinnentags der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in den Vorstand der EFHN gewählt. Die konstituierende Sitzung des neuen Vorstands mit Verteilung der Vorstandsämter findet am 27. März in Darmstadt statt.

Verabschiedet wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder der EFHN, Christiane Drewello-Merkel, Gabriele Reichard, Angelika Becker-Stavenhagen, Ulrike Kress, Christa Liebl-Wachsmuth, Christel Lottermann und Astrid Standhartinger, die für die nächste Amtsperiode nicht mehr kandidiert hatten. Insbesondere Christiane Drewello-Merkel, die seit 1995 dem Vorstand angehörte und die den Verband in den letzten zehn Jahren als Vorsitzende leitete, wurde zum Abschied mit großem Beifall der Delegierten gedankt. Zuvor hatte Sigrid Bernhardt-Müller, Leiterin der Kirchenverwaltung in Darmstadt, in ihrem Grußwort im Namen der Kirchenleitung ihr herausragendes Engagement gewürdigt. „Wenn ich an Christiane Drewello-Merkel denke, erinnert mich ihr Blick an den einer wachsamen Löwenmutter, die aufmerksam über ihr, nun schon erwachsenes, Kind wacht.“, sagte Bernhard-Müller. Sie dankte für ihren ehrenamtlichen Einsatz, ihre große Ausdauer und würdigte ihre Fähigkeit zu kämpfen, die Christiane Drewello-Merkel bei dem langwierigen Prozess der Neustrukturierung der Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) unter Beweis gestellt hatte. „Das Ergebnis, der neue Gesamtverband, sei ein gemeinsamer Erfolg, auf den wir stolz sein können.“, sagte Bernhard-Müller. Diese Neustrukturierung und Zusammenführung der Frauenarbeit in der EKHN sei die herausragende Leistung der scheidenden Vorsit-zenden, hob ebenso Prof. Dr. Karl Schäfer, Präses der Kirchensynode der EKHN, in einem schriftlichen Grußwort hervor.

Nach der Strukturreform der Frauenarbeit in Hessen und Nassau folgte auf Bundesebene die Neustrukturierung der Frauenarbeit, an der Christiane Drewello-Merkel ebenso wesentlich beteiligt war. Brunhilde Raiser, Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V., war eigens vom Bodensee angereist, um ihr dafür und für die vielen Impulse, die sie gesetzt hatte, zu danken, beispielsweise auch bei der Namensgebung des Bundesverbands.

Dass die Stimme der Evangelischen Frauen auch in Zukunft wichtig ist, machte Esther Gebhardt, Vorsitzende des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt am Main, unter anderem an dem Beispiel „Pflege“ deutlich. „Frauen sind stark, nicht immer für sich selber, aber für andere.“, sagte sie: „Wir müssen die Situation im Bereich Pflege skandalisieren“, denn 80% der Pflegebedürftigen in Heimen sind Frauen und ebenso sind es überwiegend Frauen, die als Pflegerinnen arbeiten, da sei noch viel zu tun.
Dass es noch viele Themen gibt, bei denen der Frauenverband gefragt ist, darin sind sich die Delegierten des Verbands, die alle Dekanate des Kirchengebiets der EKHN und 17 Mitgliedsverbände vertreten, einig. „Wir sind die Stimme der Frauen in der EKHN. Dazu gehört auch, dass die Arbeit des Verbands entsprechend finanziell ausgestattet wird.“, fordert die geschäftsführende Pfarrerin der EFHN, Sylvia Puchert, in ihrem Rechenschaftsbericht. Sie berichtete zum aktuellen Stand der Verhandlungen des Verbands mit der EKHN. Zur Zeit wird in einer Arbeitsgruppe geprüft, wie sich eine 30%ige Kürzung der EKHN-Zuweisung auf die Arbeit des Frauenverbands auswirken würde. „Wir hoffen, dass es gelingt, diesen Kürzungsvorschlag zu modifizieren; 30% sind nicht zu schaffen.“, so Puchert.

Der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. ist der Zusammen-schluss aller kirchlichen Frauengruppen und Frauenverbände in der EKHN. Die EKHN hat den Verband beauftragt, die Frauenarbeit der Kirche zu gestalten. Im Rahmen einer Liste mit Sparvorschlägen der EKHN-Synode wird zur Zeit eine 30%ige Kürzung der Zuweisung an den Verband geprüft.

 

Die neuen Vorstandsfrauen (von links): B. Gößling, B. Luck, U. Schmidt, C. Hucke, L. Böttcher, K. Reis und M. Bertram. Es fehlt U. Hofmann, die verhindert war.