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Unsere Stiftung

Katharina Zell unterwegs

Besuch beim Frauenfrühstück in Groß-Zimmern am 27.09.2014


Sehr anschaulich schilderten in einem Zwiegespräch Katharina und Matthias Schütz das Leben zur Zeit der Reformation in Straßburg. Matthias Zell war der erste Pfarrer, der nach den Lehren Luther’s am Straßburger Münster predigte. Seine Frau Katharina Zell geborene Schütz, eine gebildete und streitbare Frau, die eigene Schriften verfasste, Texte der Bibel auslegte und ein Liederbuch verfasste und mit ihm in einer partnerschaftlichen, gleichberechtigten Ehe lebte.

von links: Edith Koch als Katharina von Bora, Hanne Aulich als Katharina Zell, Lydia Bergerhausen als Matthias Zell

 Katharina und Matthias Zell zu Besuch bei der Evangelischen Frauenhilfe in Dudenhofen

Sonntag, den 22.06.2014: Katharina von Bora, Luthers Käthe, hatte eingeladen. Die Evangelische Frauenhilfe feierte ihr 110jähriges Bestehen. Im Gespräch miteinander erzählten die drei vom bewegten Leben zur Zeit der Reformation.

 

Am 26. August 2013 hatte die Frauenhilfe Seeheim interessanten Besuch von ganz weit weg und vor allem aus einer anderen Zeit: Katharina und Matthias Zell erzählten aus ihrem Leben in der Reformationszeit. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass Katharina absolut gleichberechtigt neben ihrem Mann zu Wort kam.

Bericht Katharina und Matthias Zell in Seeheim - Weiterlesen hier

Katharina Zell, geb. Schütz, wurde als Tochter eines Schreinermeisters 1498 in Straßburg geboren. Ihr Vater ermöglichte ihr eine Schulbildung, so dass sie schreiben und lesen konnte, was damals für eine Frau nicht selbstverständlich war. Matthäus Zell erzählte uns, dass er bereits 1521 im Straßburger Münster im Sinne der Reformation predigte. Katharina gehörte zu seinen Zuhörerinnen.

Am 3. Dezember 1523 heirateten Katharina den 20 Jahre älteren Matthias. Die Ehe wurde von Martin Bucer eingesegnet. Katharina unterstütze ihren Mann in seinem Amt und verfasste ab 1524 ihre ersten literarischen Werke. Sie kümmerte sich um Arme, Kranke, Leidtragende und Gefangene. An der Seite ihres Mannes bemühte sie sich um ein offenes Pfarrhaus. Das große Münster-Pfarrhaus glich oft einer Herberge für Schutzsuchende und Notleidende. Katharina veröffentlichte ein Gesangbuch und forderte Toleranz gegenüber allen Menschen, auch gegenüber denen, die den neuen Glauben Martin Luthers nicht annahmen. Katharina wirkte auch nach dem Tod ihres Mannes, der 1548 starb, weiter; da sie durch eine lebenslange Rente ihres Vaters finanziell unabhängig war. Ihr Name steht für Mut, Wissbegier, Zuversicht, Ausdauer und Beharrlichkeit. In einer Zeit, in der es nicht üblich war, dass Frauen sich zu Wort melden, verfasste Katharina Zell eigene Schriften, Briefe und Predigten.

Barbara Uhdris und Lydia Bergerhausen, die in die Rollen von Katharina und Matthias Zell geschlüpft waren, haben uns auf anschauliche Weise einen Einblick in das Leben des Paares, aber auch einer außergewöhnlichen und mutigen Frau in der Reformationszeit ermöglicht.

Barbara Uhdris ist Vorsitzende und Lydia Bergerhausen (ebenso wie Pfarrerin Monika Bertram) Mitglied des Vorstandes der Katharina-Zell-Stiftung, die im Jahr 2007 gegründet wurde. Diese Stiftung gehört zum Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. und erhielt ihren Namen, weil Katharina Zell für Mut, Durchhaltevermögen und liebevolle Zuwendung zu den Menschen steht. Die Katharina-Zell-Stiftung fördert Projekte, die Frauen, Mädchen und Familien in ihrer Alltags– und Lebenskompetenz stärken. Chancen für Bildung, für religiöse Sozialisation und erweiterte berufliche Perspektiven haben einen wichtigen Stellenwert.

Nachdem Barbara Uhdris und Lydia Bergerhausen das Leben von Katharina und Matthias Zell und die Stiftung vorgestellt hatten, hat sich ein spannendes Gespräch über die Situation von Frauen heute in der Gruppe entwickelt.

Wir danken Katharina und Matthias Zell (Barbara Uhdris und Lydia Bergerhausen) für den anregenden und bereichernden Nachmittag und wünschen ihnen und der Stiftung alles Gute für ihre Arbeit.
Pfarrerin Monika Bertram

Eine Rheinfahrt von Worms nach Ingelheim – an Bord mit Herrn Luther und Katharina Zell

23.06.2013 Katharina Zell alias Lydia Bergerhausen, Vorstandsfrau der Katharina-Zell-Stiftung, war eigens von Darmstadt angereist, um an der Rheinfahrt von Worms nach Ingelheim teilzunehmen. Bei sonnigem Wetter und einer frischen Brise legte die „Robert Stolz“ in Worms mit 160 Frauen und Männer an Bord unter den Klängen des Posaunenchores Worms-Hochheim ab.

Bericht Rheinfahrt mit Luther - Weiterlesen hier

An Bord mit Herrn Luther waren die Organisatoren der Ev. Erwachsenenbildung Rheinhessen, allen voran Martina Schott die Ideenspenderin dieses Projektes und der Vorsitzende Axel Guse. Propst Dr. Klaus-Volker Schütz stimmte auf die Fahrt ein und die Clowninnen Renate (Irene Gierke) und  Maria (Norgard Wolf) erzählten von ihren Erfahrungen mit Luther aus dem Alltag und tauschten sich dazu mit den Gästen des Schiffes aufs Vergnüglichste aus.

Katharina Zell dargestellt von Lydia Bergerhausen, Vorstandsfrau der Katharina-Zell-Stiftung der Ev. Frauen in Hessen und Nassau e.V., machte die Gäste mit dem Leben dieser mutigen Reformatorin in den Jahren zwischen 1498 und 1562 bekannt. Als Frau dieser Zeit berichtete sie von ihrem Leben in Straßburg. Sie war eine der ersten evangelischen Pfarrfrauen, Herausgeberin einer Liedersammlung und engagierte Verfasserin von Schriften.

Auf dem Unterdeck unterhielt die Wiesbadener Band „Zeitfarben“ mit einem frischen und melodiösen Repertoire die Gäste. Der Märchenerzähler Alfred Pointner sprach von Märchen und Fabeln an Luthers Tisch und erzählte sogar ein Märchen, das nachweislich von Luther in einer Predigt verwendet wurde. Viele interessante und neue Details und Anekdoten rund um Luther waren hier zu erfahren. Der Lutherladen aus Worms hielt weitere Überraschungen für die Passagiere bereit. Und für 2014 konnte man sich schon über eine von Prof. Dr. Zager vorbereitete Reise informieren.

Auf der Fahrt entlang der Weinanbaugebiete, Dörfchen und Städte informierte Pfarrer Gregor Ziorkewicz über Kultur und Geschichte entlang des Rheins und sorgte für einige literarische Leckerbissen aus Carl Zuckmayers Lebenserinnerungen und „Des Teufels General“. Schnell und kurzweilig war die Zeit vergangen, als die Musik des Ingelheimer Posaunenchors die Reisenden an der Ingelheimer Anlegestelle wieder in Empfang nahm.

Zur Ev. Erwachsenenbildung Rheinhessen, die diese Fahrt organisiert hatten, gehören die Propstei Rheinhessen mit den Dekanate Alzey, Ingelheim, Mainz, Oppenheim, Wöllstein und Worms-Wonnegau, das Diakonische Werk Mainz-Bingen und der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V..

Ulrike Lang, Referentin des Landesverbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V.

Ihre Ansprechpartnerin

Barbara Uhdris Barbara Uhdris

Barbara Uhdris
Vorsitzende des Vorstands der Katharina-Zell-Stiftung

Barbara UhdrisTelefon 06042 23 09

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Mitglied des Vorstands der Katharina-Zell-Stiftung

Lydia BergerhausenTelefon 0152 25 70 91 47

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