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Gegen sogenannte "Lebensschützer"

Die so genannten „Lebensschützer“ der Pro-Life-Bewegung sind keine Einzelkämpfer, sondern Teil einer gut vernetzten und mit großen Ressourcen ausgestatteten internationalen Bewegung – das machten die Vorträge der Sozialwissenschaftlerin Dr. Gisela Notz und des Journalisten Danijel Majić am 10. September in der Kongresshalle Gießen mehr als deutlich. Der Frauenausschuss des Dekanats Gießen (DFA) hatte gemeinsam mit dem Bündnis „Pro Choice“ und dem Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Gießen zu einer Informationsveranstaltung über die Bewegung eingeladen; mehr als 130 Interessierte waren an dem Abend anwesend. Pfarrerin Angelika Maschke, Vorsitzende des DFAs und Vorstandsmitglied im Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., erörterte einleitend, wie die Pro-Life-Bewegung die Bibel dazu benutze, die Herabsetzung von Frauen zu legitimieren und sprach sich für ein feministisch-theologisches Verständnis aus. Anschließend gingen die beiden Gastredner*innen aus ihren jeweils sehr unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Entstehung und Entwicklung der Bewegung ein. Die Veranstaltung wurde sehr umsichtig moderiert von Elisabeth Faber, ehemalige Frauenbeauftragte des Landkreises Gießen.

„Lebensschützer“ sind Aktivist*innen, die gegen Abtreibung protestieren – sei es in großen Demonstrationen wie dem „Marsch für das Leben“ oder in Form von Mahnwachen vor den Beratungsstellen von Pro Familia. Die Ausführungen der Referent*innen haben deutlich gemacht, dass „Pro Life“ in den vergangenen Jahrzehnten offenbar stark unterschätzt wurde. In der Bewegung kommen verschiedene Gruppierungen der ultrakonservativen, rechtsextremen, evangelikalen und rechtskatholischen Bevölkerung zusammen. Wie stark die zunehmende Vernetzung und fortschreitende Radikalisierung dieser politischen Gruppierungen bereits vorangeschritten ist, zeigt die sog. „Agenda Europe“: Dieser Aktionsplan der europäischen Rechten sieht die Abschaffung aller Schutzrechte für Frauen und Minderheiten sowie die vollständige Reproduktionskontrolle vor. Ein wesentlicher Bestandteil des Aktionsplans ist die Forderung eines Abtreibungsverbots.

Unter den Anwesenden war auch die Gießener Ärztin Kristina Hänel, die auf Grundlage des §219 a zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. Das Urteil ist seit Änderung des Paragrafen aufgehoben, der Fall erneut zur Verhandlung ausgesetzt. Der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. setzt sich für die Streichung des Paragrafen ein.

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