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Internationaler Frauentag!

Am 8. März organisieren Frauen* und Aktivist_innen jedes Jahr weltweit unzählige Veranstaltungen – von Demonstrationen über Workshops hinzu Podiumsdiskussion – um über frauenpolitische Forderungen zu diskutieren und ihnen Ausdruck zu verleihen. Die Themen reichen von Selbstbestimmungsrechten über Körper und Sexualität bis zur Forderung der gleichen Bezahlung und frauenspezifische Perspektiven auf globale Themen wie Klimawandel, Flucht und Krieg. Im Grunde sind dies alles Themen, die seit über 100 Jahren mit dem Internationalen Frauentag verbunden sind. Das programmatische Thema des ersten internationalen Frauentages 1911 lautete „Heraus mit dem Frauenwahlrecht“. Inspiriert von den deutlich radikaleren Aktionen der englischen Frauenwahlrechtsbewegung, wie öffentliches Anketten und Hungerstreiks, und in Kombination mit den Aktionsformen der Arbeiter_innenbewegung in Deutschland, welche die Straße als Raum für Kundgebungen etc. nutzt, entstand der internationale Frauentag. So wurde eine spezifische Ausdrucksform, ein Protesttag auf der Straße erfunden, der bis heute fortwirkt. Initiiert wurde er von Clara Zetkin und den sozialistischen und proletarischen Strömungen der ersten Frauenbewegung. Dem bürgerlichen Teil gingen die weitreichenden Forderungen der sozialistischen und proletarischen Strömungen einen Schritt zu weit. Die Bürgerinnen waren am Zugang zu Bildungs- und Berufsmöglichkeiten interessiert. Für die konkrete Einforderung des Frauenwahlrechtes gab es unter ihnen zwar Zustimmung aber auch ein gerüttelt Maß an Zurückhaltung. Die damalige Einschätzung der bürgerlichen Frauen war, dass die Zeit noch nicht reif sei für ein allgemeines Frauenwahlrecht. Auch befürchteten sie als Zugehörige der Mittel- und Oberschicht einen Linksruck in der allgemeinen gesellschaftspolitischen Lage. Es sei sinnvoller, kleine realisierbare Forderungen durchzusetzen, als nach etwas Unerreichbaren zu streben.

Von dieser Zögerlichkeit ließen sich die radikaleren, d.h. sozialistischen und proletarischen, Strömungen der ersten Frauenbewegung jedoch nicht zurückhalten. Sie forderten das Frauenwahlrecht jetzt und sofort. Und weit über dieses Staatsbürgerinnenrecht hinausgehend forderten sie das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, die Abschaffung des §218, Arbeitsrechte, internationale Solidarität, die Erleichterung von Scheidungen und vieles mehr.

In diesem mutigen und radikalen Anspruch der ersten Frauenbewegung wird der Internationale Frauentag noch heute begangen. Der 8. März lässt uns nicht nur auf das Machbare sondern auf das Nötige und das Mögliche schauen. In dieser fordernden und visionären Ausrichtung des internationalen Frauentages hat sich das Spannungsfeld der ersten Frauenbewegung gewissermaßen als Lehre transportiert. Bedenken wir, dass die erste Forderung des Internationalen Frauentages „Heraus mit dem Wahlrecht“ lautete und dieses auch 7 Jahre später 1918 erreicht wurde!

In dieser Tradition vertreten auch wir als Verband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. die Interessen unserer vielzähligen Einzelmitglieder, Mitgliedsgruppen und -verbände. Unser entschlossener Anspruch ist es, frauenpolitischen Perspektiven Raum, Gehör und Gewicht zu verschaffen. Dies tun wir – sowohl in der bundespolitischen Debatte um die Abschaffung des §219a als auch in innerkirchlichen Debatte um Vernachlässigung von Themen wie Fürsorgearbeit – um echte Geschlechtergerechtigkeit anzustreben und zu verwirklichen.

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