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Aktionen

"Unterwegsfrauen"

Unterwegsfrauen 2012

Die "Unterwegsfrauen" treffen sich regelmäßig zur Vor- und Nachbereitung ihrer Wege im Katharina-Zell-Haus in Darmstadt. Gäste sind herzlich willkommen! Kontakt: Christel Lottermann, Telefon 06241 80678 

v.l.n.r.: Sonje Schassek, Annelore Eitel, Heide Puschmann, Pfrin. Sabine Müller-Langsdorf, Anneliese Gläser, Dr. Barbara von Lucke, Christel Lottermann
Friedenspfarrerin der EKHN überreicht langjährigen Friedensaktivistinnen eine Wanderfriedenskerze im Juli 2014

 „Das hat eine politische Komponente, was wir hier machen“, ist sich Anneliese Gläser sicher. „Vergewaltigung von Frauen in Kriegsgebieten trifft das Herz der Gesellschaft. Das Volk, das Land werden kaputt gemacht.“ Frau Gläser betrachtet mit anderen Mitstreiterinnen der „Unterwegsfrauen“ eine der Wanderfriedenskerzen aus dem Jahr 2013, die Friedenspfarrerin Sabine Müller-Langsdorf den langjährig friedensbewegten Frauen überreicht. Besonders gestaltete Kerzen „wandern“ seit 2002 im Rahmen der Ökumenischen Aktion „Wanderfriedenskerze“ in jedem Herbst durch die Rhein-Main-Region und brennen als „Licht des Friedens“ bei ökumenischen und konfessionsübergreifenden Friedensgebeten, Gottesdiensten und vielen anderen Veranstaltungen. Die Frauen von „Unterwegs für das Leben für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ machen sich seit 1983 in jedem Jahr einmal zu den Regierenden des Landes auf den Weg. Damals nach Genf, um bei der Abrüstungskonferenz 46.000 Unterschriften von Menschen zu überreichen, die ein drohendes Scheitern der Verhandlungen fürchteten. Ihr Weg in diesem Jahr führt über Magdeburg, Halberstadt nach Berlin zu Abgeordneten des Deutschen Bundestages, deren Arbeitsschwerpunkt die Rüstungsexporte der Bundesrepublik sind. Dort werden sie die „Wanderfriedenskerze“ den Abgeordneten überreichen. Nach Abschluss der jährlichen Aktion werden die Friedenskerzen als verbindende Symbole für Frieden und Versöhnung an Partnerkirchen und Friedensinitiativen in aller Welt weitergereicht. Wenn die „Unterwegsfrauen“ nun eine der Wanderfriedenskerzen erhalten, so verbindet sich damit die Hoffnung, dass ein Friedenslicht an dem Ort landet, an dem in Deutschland Politik gemacht wird.

Kristin Flach-Köhler, Verbandsreferentin

2013 "Frauen unterwegs für das Leben" in der Tschechischen Republik

Am 30.09.2013 trafen sich die Unterwegsfrauen in der Geschäftsstelle des Landesverbands Evangelische Frauen in Darmstadt zu einem Nachtreffen ihrer diesjährigen Reise in die Tschechische Republik. Bei dieser Gelegenheit gratulierte Pfarrerin Angelika Thonipara, Geschäftsführerin des Landesverbands, zu ihrem 30-jährigem Jubiläum.

Weiterlesen der Pressemitteilung zum Jubiläum der Unterwegsfrauen.

2012 "Frauen unterwegs für das Leben" in Rostock und Berlin

Im September 2012 haben sich 24 Frauen auf den Weg gemacht, um mit Politikerinnen/Politikern in Berlin Gespräche zu führen zu den Themen „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“.

Sie sprachen mit:

  • Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble über Finanzen und die Schere zwischen Arm und Reich,
  • Petra Ernstberger (MdB, SPD) über Probleme des Rechtsextremismus,
  • Waltraud Wolff (MdB, SPD) und Kerstin Andreae (MdB Bündnis 90/die Grünen) über Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Wirtschaftspolitik,
  • Ute Granold (MdB, CDU) über Menschenrechte von Asylsuchenden und Hilfe für Zwangsprostituierte,
  • Brigitte Zypries (MdB, SPD) über Auswirkungen von Internetmissbrauch,
  • Dr. Harald Terpe (MdB, Bündnis 90/die Grünen) über Gesundheitsversorgung und Bioethik, sowie Fragen zu seiner Heimatstadt Rostock.

Seit 1983 sind die Frauen unterwegs, damals nach Genf, um bei der Abrüstungskonferenz 46.000 Unterschriften von Menschen, die ein drohendes Scheitern der Verhandlungen befürchteten, zu übergeben. Den Auftakt machten kirchliche Frauen aus Baden, später kamen Frauen aus Hessen, aus Prag und anderen Orten hinzu. Seitdem sind sie jedes Jahr viele Wege gegangen, um den Politikerinnen/Politikern zuerst in Bonn, später in Berlin die Sorgen und Einsichten vorzutragen, die sie unterwegs erfahren haben. Sie kamen in Kontakt u. a. mit Gemeinden, alternativen Projekten, Experten für Rüstung, Atomenergie, Entwicklungshilfe, Gesundheits- und Sozialpolitik.

Seit der „Wende“ wird jedes Jahr eine Stadt im Osten Deutschlands besucht, um mit den dort lebenden Menschen und Institutionen ins Gespräch zu kommen über Entwicklungen und Probleme seit dem Zusammenbruch der DDR. Diesmal war Rostock das Ziel.

Mit der Frage „Welche Vorstellungen verbinden Sie mit Mecklenburg-Vorpommern?“ wurden die Unterwegsfrauen im Zentrum für demokratische Kultur der Ev. Akademie in Rostock empfangen: „Urlaub an der Ostsee, Backsteingotik, Rechtsextremismus...?“ Die Mitarbeiterinnen des Zentrums führten vor, wie sie mit Schulklassen, Institutionen, Einzelpersonen präventiv oder bei akuten Problemen arbeiten, um die Ausbreitung von Rechtsextremismus zu verhindern. Beratung ist gefragt, wenn Neonazis auf dem Land Kinderfeste veranstalten, ihre Frauen Elternbeirätinnen werden oder wenn rechtsextreme Bauern in Biobauern-Verbände eintreten oder gar „völkische Siedlungen“ gründen!

Die Bedrohung durch die Stasi in der DDR-Zeit wurde anschaulich vor Augen geführt bei einem Bericht des Ehepaars Rogge über ihre Beteiligung an der Besetzung der Stasizentrale nach 1990, die die Auflösung dieser Behörde und die Erhaltung der Akten bewirkte. In Rostock beeindruckten viele aktive Frauen: 25 ehrenamtliche Frauen betreiben im „Marientreff“ bei der Kirche ein einladendes Begegnungscafé.

Im Frauenbildungsnetz MV, geleitet von Marion Richter, wird seit 20 Jahren gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Brigitte Thielk ein Netzwerk für kreative Frauen geknüpft. Ein Frauenprojekt „Die Kunst, von der Kunst zu leben“ führte in die Werkstatt einer Keramikkünstlerin, die nach persönlichen Erfahrungen begonnen hat, Urnen und Grabmale zu gestalten, und mit einer Zusatzausbildung als Trauerbegleiterin hilfreiche Dienste anbietet.

Auch der Besuch eines kirchlichen Jugendzentrums in einem Stadtteil, dessen Bewohner mehrheitlich von Hartz IV leben, stand auf dem Programm. Die Kinder, deren Eltern mit Erziehung oft überfordert sind, bekommen dort Betreuung und ein Mittagessen. Pfarrer Rautenkranz führte durch seine gotische Kirche und das von Plattenbauten geprägte Wohngebiet. Die soziale Lage von Rostock wurde von Senatorin Dr. Mälzer und Stadträtinnen im Rathaus erläutert. Die gewonnenen Eindrücke gingen anschließend in Gespräche mit den Politikerinnen/Politikern in Berlin ein.

Text Ildiko Mumm, Mitglied der „Frauen unterwegs für das Leben“ 
Fotos Sonnje Schasse, Mitglied der „Frauen unterwegs für das Leben“

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