Logo

 

Themen/Angebote für Frauen

Weltgebetstag

WGT Emblem

Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Bewegung der Welt. Ihr Motto ist „Informiert beten – betend handeln“. Frauen in über 170 Ländern laden jedes Jahr am ersten Freitag im März zu den ökumenischen Weltgebetstags-gottesdiensten ein. Die Gottesdienstordnung ist jeweils von Frauen eines Landes verfasst worden.

Eine Begleitung durch das Jahr – 10 Impulse – jeden Monat ein neuer Gedanke zum Thema des diesjährigen Weltgebetstages. Der Ökumenische Arbeitskreis Weltgebetstag im Bereich der Ev. Kirche in Hessen und Nassau hat es erstellt, der Landesverband Ev. Frauen gibt ihn nun gerne an Sie weiter. In den Dekanaten wurde der Leporello auf den Arbeitstagen verteilt. Sollten Sie noch keinen haben und gerne die Impulse nutzen – Sie können das Leporello kostenfrei im Landesverband bestellen bei Karina Flick oder die Impulse ab März monatlich auf der Homepage lesen können.

Friedensnobelpreis für Weltgebetstag

Die Aktion, angestoßen von Frauen verschiedener Kirchengemeinden in Westfalen, ist abgeschlossen. Über 22.000 Unterschriften sind in der Geschäftsstelle der Ev. Frauenhilfe in Soest eingegangen. Auch Weltgebetstagsfrauen aus Hessen und Nassau haben die Aktion tatkräftig unterstützt. Frauen aus ganz Deutschland, katholisch, evangelisch und freikirchlich, aber auch aus Österreich und der Schweiz unterstützten den Aufruf. Bei mir meldete sich eine Frau aus Ungarn, die gerne mitsammeln wollte in ihrer Region! Das Internet macht die weltweite Unterstützung möglich!
Aktuell lesen wir auf der Internetseite von Westfalen, dass die Suche nach einer Mittlerperson weiter andauert. Man ist bemüht, ein Friedensforschungsinstitut oder ein Regierungsmitglied zu finden, das den Antrag beim Nobelpreiskomitee in Oslo einreicht und begründet. Sobald wir etwas Neues hören, werden Sie hier informiert werden!

Weltgebetstag 2018

Gottes Schöpfung ist sehr gut, mit diesem Motto laden uns 2018 die Frauen Surinams ein, unseren Umgang mit der Schöpfung kritisch zu überprüfen und immer wieder neu uns für die Bewahrung der Erde einzusetzen. Die Frauen zeigen uns in ihrer Liturgie den Auftrag, den jede und jeder hat! Wir müssen ihn erkennen, annehmen und sind dann auch verpflichtet, uns aktiv einzusetzen! Viele kleine Schritte, die wir gehen, können in der Politik das Umdenken anregen. Und Politik kann große Schritte beschließen und durchführen. Auf dem Weg dorthin nicht müde werden, sondern uns gegenseitig immer wieder anspornen und sehen, dass es nicht vergebens ist, das zeigt uns das Motto des WGT in 2018 – Gottes Schöpfung ist sehr gut!

Die Schöpfung umfasst dabei aber mehr als das oben genannte. Schöpfung Gottes ist zum Beispiel auch der Umgang miteinander, keine Gewalt an Frauen und Mädchen, gerechte Strukturen im Welthandel, ein gutes Leben für alle – das sind einige der Punkte, die die Frauen in der Liturgie ansprechen.

Es gibt in diesem WGT einige Themen, die bewegen:
Da ist erstmal der römisch-katholische Bischof Karel M. Choennie aus Paramaibo, der in seinem Hirtenbrief zum Tag der Erde 2017 die Regierung gemahnt hat, den Regenwald und die Gesundheit der Menschen besser zu schützen. Bezug nimmt er hier auf neue Untersuchungen, die bei Schwangeren und den ungeborenen Föten Hirnschädigungen feststellten wegen der Nutzung von Quecksilber bei der Gewinnung von Gold – das immer öfter von Goldsuchern, die illegal suchen, genutzt wird. Es bleibt für das Land zu hoffen, dass die Öffentlichkeit, die diese Aussage bekommen hat, in den Köpfen ein Umdenken bewirken wird!

Der Stausee Brokopondo, der südlich der Hauptstadt liegt, wurde 1960-1964 gebaut. Dreimal so groß wie der Bodensee ist er, gespeist wird er durch den durchfließenden Fluss Suriname. Ursprünglich gebaut, um mit der Energie das gewonnene Bauxit in Tonerde und dann in Aluminium zu verarbeiten, hat der Stausee all die Jahre zugleich die Hauptstadt mit Strom versorgt.

Die Bauxitgewinnung wurde 2016/2017 beendet. Schon 2015 wurde mit dem Betreiber des Staudammes und dem Staat vereinbart, dass das Wasserkraftwerk am 31. Dezember 2019 an Surinam übertragen wird. Wie das gehen kann, schaut man genauer auf die wirtschaftliche Lage des Staates, ist noch völlig offen.

Mit der Flutung des Gebietes wurden 26 Orte umgesiedelt. Menschen verloren ihre Heimat. Heute ragen Baumstämme aus dem Wasser. Es sind Bäume, die in den Orten auf Friedhöfen zu den Gräbern gepflanzt wurden. Seit Mai 2004 dürfen diese Bäume geerntet werden. In einer Wassertiefe von 35 m werden sie durch Taucher mit Pressluft-Kettensägen gefällt. Am Ufer verarbeitet man die Bäume direkt in Sägewerken und transportiert sie dann ab. Wegen der langen Lagerung im Wasser gilt dieses Holz als qualitativ wertvoller als die frisch geschlagenen Regenwaldbäume. Im Material lesen wir weiter, dass die Ernte dieser Bäume das Schlagen von Bäumen aus dem Regenwald um 10-15 Jahre verzögern könnte. Dennoch muss man sich fragen, wie die Menschen, die in diesen Orten lebten, mit diesem Vorgehen leben, wird dadurch doch auch die kulturelle Identität zerstört.

Das nur zwei Themen von vielen, die wir in diesem Jahr bedenken müssen!

Aktion „Stifte machen Mädchen stark!“ als Gemeindeprojekt für 2018 anstoßen
Sie haben in diesem Jahr die Möglichkeit, ein Projekt in der Kirchengemeinde und der Kommune anzustoßen! Ausgediente, leergeschriebene Kulis oder leergemalte Filzstifte, Eddings, Gelstifte, Füller-Patronen und Tipp-Ex-Fläschchen können – in großer Zahl gesammelt – syrischen Mädchen in einem Flüchtlingslager im Libanon helfen, ihre Zukunft anzugehen! Sie erhalten Unterrichtsmaterialien für schon 450 Stifte, dürfen wieder zur Schule gehen und können eine Therapie besuchen, um das, was sie erleben mussten, zu bearbeiten.

Bei der Aktion wird das Metall an den Stiften, bzw. das Plastik gewonnen und weiterverarbeitet werden. Daher sammeln Sie bitte keine Bleistifte oder Buntstifte! Wenn Sie 15 Kilogramm Material zusammen haben, sollen die Stifte in einer Kiste verschickt werden. Mehr zu der Situation der Mädchen im Libanon und der Aktion, sowie auch das Porto für die Verschickung der Kiste unter www.weltgebetstag.de und dann zum Link - „Stifte machen Mädchen stark!“ Ich bin begeistert von dieser Aktion, die der Deutsche Weltgebetstag hier mit dem Recycling-Partner Terracycle auf den Weg gebracht hat. Alle Altersstufen im Ort können aktiv einbezogen werden. Zugleich wird auch hier das Motto des Weltgebetstages in Deutschland sichtbar, informiertes beten – betendes handeln!

Weltgebetstag 2018 - Arbeitsmaterial
Das Arbeitsmaterial des Deutschen Komitees hat sich verändert. Statt des DINA5-Heftes Ideen und Informationen erhalten Sie über die Versandstelle in Aachen jetzt zwei DINA4-Hefte, die im Stil eines interessanten Journals aufgemacht sind. Das Länderheft und das Ideenheft zur Gottesdienstgestaltung gibt es nur im Doppelpack für einen Preis, übrigens den Preis des bisherigen Ideenheftes. Wir bitten Sie, dem Deutschen Komitee eine Rückmeldung zur Nutzbarkeit des neuen Materials zu geben. Unter www.weltgebetstag.de finden Sie unter dem Stichwort Weltgebetstag 2018 Surinam mehr Informationen und kommen zur Umfrage, die online beantwortet werden kann. Bitte geben Sie Ihre Erfahrungen mit dem Material weiter, damit am neuen Konzept Ihre Wünsche und Anregungen einfließen können für 2019!

In eigener Sache
Im Kirchengebiet Hessen und Nassau sind die Weltgebetstagsvorbereitungen gestartet. Dekanate bieten Arbeitstreffen an, wo Informationen und Ideen zur Gottesdienstgestaltungen weitergegeben werden. Menschen planen engagiert in den Gemeinden. Der Landesverband hat jedem Dekanat eine Materialsammlung zur Verfügung gestellt, mit der Teams in den Dekanaten die Arbeitstreffen vorbereiten können. Grundlage für einige der Unterlagen war dabei das offizielle Material des Deutschen WGT-Komitees in Stein. Eine Andacht, die angekündigt war, finden Sie hier.

Kollekten und Spenden

Ein spürbares Zeichen für Solidarität wird auch mit der Kollekte gesetzt, die Frauen- und Mädchenprojekte in der ganzen Welt unterstützt.

Die Kollekten Ihres Weltgebetstagsgottesdienstes überweisen Sie bitte auf das Konto:
Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V.
Evangelische Bank e.G. 
IBAN DE14 5206 0410 0004 1007 19
BIC GENODEF1EK1

Verwendungszweck „Weltgebetstag“

Der Weltgebetstag unterstützt mit der Kollekte ökumenische Frauenprojekte in aller Welt. Seit 1975 wurden über 6.000 Projekte in rund 170 Ländern mit ca. 65 Millionen Euro unterstützt. 2016 wurden insgesamt 54 Projekte in 24 Ländern gefördert.

Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.

Weitere Informationen zum Weltgebetstag finden Sie unter http://www.weltgebetstag.de

Archiv

Weltgebetstag 2013

Weltgebetstag 2013 aus Frankreich "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen"

Am Freitag, den 1. März 2013, wurde der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. In diesem Jahr kommt er aus Frankreich. Für die Liturgie des Gottedienstes haben die Französinnen das bekannte Bibelzitat „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt 25,35) gewählt. Die WGT-Bewegung ist solidarisch und heißt jede und jeden willkommen! Wir wollen über die Zeit des Weltgebetstages hinaus gemeinsam an einer „Kultur des Willkommens“ bauen und uns gegenseitig stärken.

Wie können wir "Fremde" bei uns willkommen heißen?

Was bedeutet es, Vertrautes zu verlassen und plötzlich „fremd“ zu sein? Wie können wir „Fremde“ bei uns willkommen heißen? Mutig konfrontiert uns dieser Weltgebetstag mit den gesellschaftlichen Bedingungen in unserer „Festung Europa“, in der oft nicht gilt, wozu Jesus Christus aufruft: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“(Mt 25,35).

Dr. Volker Jung dankte den Frauen, die diese Gottesdienste vorbereiteten. Als Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und als Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der EKD liegt ihm das Thema "Fremde" besonders am Herzen. Er schrieb: „Es braucht viele Menschen, die bereit sind, eine „Kultur des Willkommens“ zu fördern und zu leben. Die Weltgebetstags-Gottesdienste am 1. März können dazu beitragen.“

Grußwort Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche Hessen Nassau

Weltgebetstag 2014

Weltgebetstag 2014 aus Ägypten "Wasserströme in der Wüste"

Die Weltgebetstagsordnung 2014 kam aus Ägypten. Ein Land, das seit dem sogenannten „arabischen Frühling“ und dem Sturz des Präsidenten Husni Mubarak 2011 bis heute nicht aus den Schlagzeilen kommt.   
   
„Als sich 15 Frauen von 6 verschiedenen christlichen Kirchen im Mai 2011 trafen, um die Gottesdienstordnung zu schreiben, waren die Ereignisse rund um den Tahirir-Platz erst wenige Monate alt. Diese Ereignisse und das Schwerpunktthema Wasser bilden den Hintergrund der Arbeit im Hinblick auf den WGT 2014“, so Ute Hohmeier nach der Sitzung des Deutschen WGT-Komitees im April. Auf dieser bundesweiten WGT-Konferenz wurde der Titel der Ordnung, sowie das Titelbild beschlossen.

„Wasserströme in der Wüste“ lautet der offizielle Titel des Weltgebetstages 2014 in Deutschland, das Bild ist von Souad Abdelrasoul. Die Ägypterin wurde 1974 geboren; sie lebt und arbeitet in Kairo, der Hauptstadt des Landes. Über ihr Werk schreibt sie: „Ägypten, das war für mich schon immer eine große Lotusblume, die sich von Süden bis Norden erstreckt, von allen Seiten in gelbes Gold eingefasst.“ (Übersetzung D. Stelkens)

Weltgebetstag 2015
"Blessed" von Chantal Bethel

Weltgebetstag 2015 - Frauen aus den Bahamas haben uns eine spannende Liturgie geschenkt!

Vor 65 Jahren begann der Weltgebetstag auf den Bahamas in der Schottisch-Presbyterianischen Kirche in der Hauptstadt Nassau. Heute feiern ihn mehr als zehn christliche Konfessionen auf den meisten Inseln.

Die Bahamas, ein Inselreich im Atlantik mit 700 Inseln, von denen 30 bewohnt sind. Hauptstadt ist Nassau auf der größten Insel Providence mit rund 250.000 Einwohnern. Heute sind die Bahamas eine konstitutionelle parlamentarische Demokratie. Der 20. Juli wird als Nationalfeiertag begangen, um der Unabhängigkeit von 1973 vom Vereinigten Königreich Großbritannien zu gedenken.

Bahamas – geographisch: Suchen Sie im Atlas die Inselgruppen, werden Sie südöstlich von Florida und nordöstlich von Kuba fündig. Ebenfalls zum Staatsgebiet zählt man rund 2.000 Korallenriffe, die 800 km lang zwischen Florida und der Insel Hispaniola, der Dominikanischen Republik und Haiti, zu finden sind.

Bahamas, das Naturparadies: Der Flamingo, Wappentier des Inselreiches, ist auf der Insel Inagua zu Hause. Hier wird Salz gewonnen, ein Paradies für die Tiere, man zählt rund 80.000 Flamingos. Die Insel Andros ist bekannt für sein Korallenriff, das Andros Barrier Reef ist das drittlängste weltweit. Zugleich lieben Tiefseetaucher_innen die blauen Wasserlöcher rund um die Insel.

Die Bahamas - Touristenziel und Steueroase: In 2011 besuchten die Bahamas rund 1.5 Millionen Fluggäste und 4.5 Millionen Kreuzfahrer_innen, die in Nassau anlegen. Die Inseln – ein Urlaubsparadies, vor allem für US-Bürger und Kanadier, die 85% der Gäste ausmachen.

Die Schattenseiten: Im Material zum Weltgebetstag erhalten wir einen Einblick in die Schattenseiten des Paradieses. Das Inselparadies ist wirtschaftlich vom Ausland abhängig! Man spricht von wachsender Staatsverschuldung und Korruption bis in höchste Staatsämter. Geringe Steuereinnahmen, eine zweifelhafte Bekanntheit als Drogenumschlagplatz und für illegale Finanztransaktionen – auch dafür sind die Bahamas bekannt. Briefkastenfirmen sind hier zuhause.

Die Bevölkerung: 372.000 Einwohner_innen sind auf den 30 Inseln zu Hause, 90% der Bevölkerung haben afrikanische Wurzeln. Migranten kommen vor allem aus Haiti und suchen nach einem besseren Leben. Sie sind auf dem Weg in die USA, rund 30.000 leben illegal im Land, man spricht von 18.000 legalen Haitianern. Armut herrscht vor allem auf den kleinen Inseln, die nicht durch den Tourismus erschlossen sind. Die Bevölkerung ist im Durchschnitt jung, rund 41% sind unter 25 Jahre, 7% sind älter als 60 Jahre. Die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen ist sehr hoch, gut ausgebildete Menschen verlassen oft den Inselstaat.

Themen der Liturgie: Die Frauen sprechen offen ihre Probleme im Land und im Miteinander der Menschen an und benennen häusliche und sexuelle Gewalt vor allem gegen Frauen und Kinder, Homophobie, Rassismus, HIV/Aids.

Plakatmotiv Weltgebetstag 2015

Das Titelbild „Blessed“ („Gesegnet“) hat Chantal Bethel gemalt. Sie ist in Haiti geboren, ging in Belgien zur Schule und lebt seit 1971 auf den Bahamas. Ein erster Text zum Titelbild entstand auf der Tagung in Arnoldshain. Die Verfasserin der Gedanken zum Bild arbeitet ehrenamtlich im ökumenischen WGT-Team, sowie im Vorstand der Evanglieschen Frauen Frankfurt e.V. mit. Mit ihren Worten lassen Sie sich mit hineinnehmen in das Bild und die Themen der Frauen auf den Bahamas, die uns in den nächsten Monaten begleiten werden.

Weltgebetstag 2016

Weltgebetstag 2016 "Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf"

Die Frauen aus Kuba schreiben im Fürbittgebet  der Gottesdienstordnung 2016:

„Wir bitten dich, lass die Mauern, die durch die Wirtschaftsblockade errichtet wurden, zu Türen werden, die sich weit öffnen und willkommen heißen.“

Am Freitag, den 14. August 2015, wurde in Havanna die US-amerikanische Botschaft wieder eröffnet. Nach 54 Jahren ist an der dortigen Uferpromenade Malecón die US-Flagge zu sehen; bereits seit Juli 2015 weht vor der Botschaft Kubas in Washington die Flagge des Karibikstaates.

Diese Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern wird als ein wichtiger Schritt auf dem Wege einer US-kubanischen Annäherung gewertet. Im Januar 1959 floh der damalige Machthaber Fulgencio Batista vor den Revolutionären, die von Fidel Castro angeführt wurden. Mit den revolutionären Visionen zog in Kuba der Kommunismus ein. Die neue Regierung führte das Recht auf kostenlose Bildung und Gesundheitsführsorge ein, startete eine breite Alphabetisierungskampagne und führte mehrere Landreformen durch.

Die Beziehungen zu den USA wurden schwierig als auch US-Unternehmen enteignet wurden. Die USA verhängte 1962 ein strenges Handelsembargo gegen Kuba, so dass Havanna immer näher an die Sowjetunion rückte. Schwer wogen auch für Kuba die wirtschaftlichen Folgen des Zusammenbruchs des Ostblocks in den 1990iger Jahren. Die Lebensqualität auf  Kuba sank. Es kam zu Hunger und  Mangelwirtschaft.

Seit 2006 Raul Castro von seinem erkrankten Bruder die Amtsgeschäfte übernahm,  versucht er langsam interne Reformen umzusetzen, die Kuba den Weg in die Moderne ermöglichen sollen. Wirtschaftlich hat sich viel getan, aber dies führt auch zu wachsender Ungleichheit  in der Bevölkerung. Noch herrscht Konsens darüber, die unbestrittenen Errungenschaften der Revolution  das Bildungssystem und das Gesundheitswesen als kostenlose staatliche Dienstleistungen beizubehalten. Aber wie lange  das noch finanzierbar ist, ist fraglich. Schon heute herrscht Lehrermangel und die staatlichen Apotheken sind oft ziemlich leer. Bisher wirkt sich der wirtschaftliche Umbruch nur wenig auf die politischen Verhältnisse aus. Zur Kehrseite der Revolution gehör(t)en fehlende Bürgerrechte und staatliche Gängelung. Normalbürgern ist zum Beispiel der Zugang zum Internet verwehrt und für alle, die aus wirtschaftlichen Gründen Zugang bekommen, ist dieser extrem teuer (ca. 10 US Dollar pro Std. / Durchschnittsverdienst  40.50 US Dollar).

Ob sich die Mauern weit öffnen und für alle Kubaner Verbesserungen bringen wird, wird sich zu guter Letzt daran erweisen ob sich nicht nur die wirtschaftlichen Verhältnisse verbessern, sondern ob auch die politische Entwicklung hinsichtlich der Bürger- und Menschenrechte Schritt halten kann.

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“  dieser Titel des Weltgebetstags  2016 ist für die kubanischen Frauen Zusage und Aufforderung zugleich. Im Markusevangelium (10,13-16) empfängt und segnet Jesus die gesellschaftlich ganz unten Stehenden. Entsprechend fragen die Frauen aus Kuba, wie wir heute handeln müssen.  Auf dem Hintergrund der Veränderungen in ihrem Land beschreiben sie ihren Alltag und geben ihrer Hoffnung  Ausdruck, dass die kubanische Bevölkerung gemeinsam  in eine gute Zukunft geht.

Weltgebetstag 2017

Weltgebetstag 2017 "Was ist denn fair?"

Die Liturgie des Weltgebetstages 2017 kommt aus den Philippinen.

Ihre Ansprechpartnerin

Elisabeth Becker-Christ Elisabeth Becker-Christ

Elisabeth Becker-Christ
Referentin Frauenarbeit

Elisabeth Becker-ChristTelefon 06408 50 39 04

Mitglied bei den Evangelische Frauen werden

Mitglied werden

Genießen Sie die Vorteile!

Mehr Infos
Anmeldung zum Newsletter der Evangelische Frauen

Newsletter bestellen

hier bitte E-Mail-Adresse eintragen