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01.04.-13.04.2026

Von Kreuz und Halbmond in Andalusien

Alhambra, Granada

Gibraltar wurde 711 n.Chr. durch die Mauren eingenommen, “das Goldene Zeitalter” begann. Eine Epoche, die durch eine florierende Wissenschaft, Toleranz und Wohlstand geprägt war. Die regierenden Mauren erwiesen sich als tolerant, denn sie erlaubten den Christen und den jüdischen Bürgern auch weiterhin ihren Glauben auszuüben. Als Gegenleistung erwarteten sie lediglich die Anerkennung ihrer Herrschaft. Über acht Jahrhunderte hatten die Mauren die Geschicke Andalusiens bestimmt, was sich in zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Region widerspiegelt. Zu den Höhepunkten zählen die Alhambra in Granada, ein Meisterwerk islamischer Baukunst und die Mezquita in Cordoba, ehemals eine Moschee, die in eine Kathedrale umgewandelt wurde. Auch die Giralda in Sevilla, ein ehemaliges Minarett, das heute als Glockenturm zu sehen ist, zeugt von der Verschmelzung der Baustile und Kulturen.

Nach der christlichen Rückeroberung 1492 n.Chr. (Reconquista) wurde die katholische Kirche zur dominierenden Macht und prägte die religiösen, sozialen und kulturellen Strukturen des Landes maßgeblich. Dies ist auch heute noch zu erleben in der Semana Santa. Die Prozessionen in der Osterwoche in Spanien, haben ihren Ursprung im 16. Jahrhundert. In den Städten Andalusiens ziehen Bruderschaften (Cofridias) durch die Straßen, um die Passion und den Tod Christi nachzuempfinden. Diese Prozessionen sind bekannt für ihre einzigartige Atmosphäre, geprägt durch Nazarenos (die Büßer) mit der charakteristischen Spitzhaube, durch Flamenco-Gesang (Seatas), Musikkapellen, üppigem Blumenschmuck, Lichter und das Schweigen der Zuschauer. Die Spanische Evangelische Kirche (spanisch: Iglesia Evangélica Española), gegründet 1869, vereint reformierte, presbyterianische, lutherische, kongregationalistische und methodistische Traditionen. Heute sind etwa 0,3 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes evangelisch. In Marbella besuchen wir den Oster-Gottesdienstes in der deutschen Gemeinde. Hier lernen wir die Arbeit der Urlaubsseelsorge und die Arbeit der evangelischen Kirche kennen. Andalusien wird nicht nur geprägt durch seine Geschichte und historische Orte, sondern auch durch eine einzigartige Landschaft. 50% der Fläche besteht aus mediterranem Wald mit Steineichen und Korkeichen, die das Bild der Naturlandschaft im Süden Spaniens bestimmen. Dazu gehören charakteristische Idyllische Bergdörfer wie Ronda, oder das weiße Dorf Benalmadena, in einer bizarren Bergwelt. Auch beeindruckt das enge Tal des Rio Guadalmedina oder die Sierra Nevada. Die Küste mitschönen Sandstränden lädt ein zum Entspannen (drei freie Tage) und gehört ebenso wie die pulsierende Stadt Malaga mit dem Picasso-Museum zum Urlaubsparadies Andalusien.

Für Anmeldung und weitere Informationen ist die ReiseMission Leipzig zuständig, E-Mail: info@reisemission-leipzig.de; Telefon: 0341 308 541-0; Internet: https://www.reisemission-leipzig.de

Bilder: pixabay

Reiseinfos

Termin:
01.04.-13.04.2026
Anmeldung bis:
20.01.2026
Reiseleitung:
Birgit Geimer
Preis:

2.595 Euro im DZ* (mind. 20 Pers.)  
420 Euro Einzelzimmerzuschlag

 

Gruppengröße:
mindest. 20 Personen
Im Preis enthalten:

Gemeinsame Anreise mit dem Flugzeug ab Frankfurt/M., Flughafen, Übernachtung im DZ oder  EZ mit DU/WC,  Halbpension, Stadtführungen, Eintritte, alle Ausflüge und Rundfahrten im klimatisierten Bus, Reiseprogramm, Reiseleitung (detaillierte Leistungen siehe Einzelausschreibung)

Extrakosten:
siehe Einzelausschreibung
Anreise:
Gemeinsame Fluganreise
Anforderung:

1. Tag: Flug bis Sevilla. Am Airport Empfang von der Assistenz, Fahrt Transfer zum Hotel. Mittagsessen im Restaurant. Beginn der Stadtführung in Sevilla. Hotelbezug für 3 Nächte in 4-Sterne-Hotel TRH La Motilla im Raum Sevilla.
2. Tag: Sevilla. Fortsetzung der Stadtbesichtigung. Wegen ihrer prächtigen Barockfassaden und Baudenkmäler gilt sie auch als schönste Stadt Andalusiens und ist Heimat von „Carmen“, „Don Juan“ und dem „Barbier von Sevilla“. Stadtrundfahrt u.a. zur gigantischen Kathedrale Santa Maria, der drittgrößten Europas. Mittelpunkt der prächtigen, bis ins 17. Jahrhundert ausgebauten Anlage ist der Glockenturm Giralda. Ausgangspunkt dieses Symbols von Sevilla war ein ab 1184 von den Almorhaden erbautes Minarett. Dann geht es vorbei am Plaza de Espana und am Maria-Luisa-Park mit seinen prächtigen Gartenanlagen zum königlichen Schloss Alcázar. Ursprünglich im 12. Jh. von maurischen Herrschern errichtet, wurde dieser Palast besonders unter König Karl V. zum Sitz der katholischen Könige ausgebaut. Ein Spaziergang durch das romantische Altstadtviertel Sevillas, Barrio Santa Cruz, mit einem Labyrinth aus engen Gassen, Plätzen und Brunnen, aus Kacheln und Blumen rundet diesen erlebnisreichen Tag ab. Mittagessen unterwegs und am Nachmittag Möglichkeit zum Beiwohnen an den Prozessionen der Stadt. Rücktransfer zum Hotel.
3. Tag: Ganztagesausflug nach Cadiz und Jerez. Cadiz wurde bereits vor 3000 Jahren von den Phöniziern gegründet, wobei der Legende nach, die Stadt durch Herkules gegründet worden sein soll. Das römische Theater, heute zur Hälfte ausgegraben und restauriert, erinnert noch an die Bedeutung dieser Stadt, die im römischen Reich eine wichtige Rolle spielte. Berühmt war Cádiz in der Antike wegen seinen Heiligtum des Melkart, das Hannibal vor seinem berühmten Heereszug über die Alpen besucht haben soll. Mittagessen auf dem Landgut der Blanca Paloma. Nachmittags Möglichkeit zum Besuch einer Osterprozession im Raum Jerez/Cadiz. Rückfahrt zum Hotel im Raum Sevilla.
4. Tag: Fahrt nach Cordoba. Im heutigen Cordoba ist die ruhmreiche Vergan-genheit immer noch lebendig. Ab dem Jahre 912 wird Cordoba die glänzendste Stadt des damaligen Europas, mehr als 1000 Moscheen und 800 Badehäuser gab hier. Bereits 700 Jahre vor London und Paris hatte die Stadt eine Straßenbeleuchtung. Hier war auch die größte Bibliothek des mittelalterlichen Europas zu finden. Während der Stadtbesichtigung wird die Moschee besichtigt, die auf den Grundfesten einer westgotischen Basilika im Jahre 786 errichtet wurde und wo im Jahre 1523 die katholischen Könige eine Kathedrale darüber errichteten. Wer die Mezquita betritt, findet sich in einem Zauberwald aus 850 freistehenden Säulen und rot-weiß bemalten Bögen wieder. Cordoba mit seinen herrlichen Patios (Innenhöfe) und seinem Meisterwerk maurischer Architekten, der ehemaligen Moschee Mezquita wirkt wie aus Geschichten aus 1001 Nacht. Dann geht es durch das Judenviertel und viele anderer Höhepunkte dieser Stadt. Möglichkeit zum Beiwohnen an einer Prozes-sion. Mittagessen in Cordoba. Nachmittags Abfahrt nach Antequera. Abends geht es dann in die Innenstadt von Antequera um den Prozessionen beizuwohnen. Hotelbezug für 3 Nächte in 3-Sterne-Hotel Lozano oder gleichwertig.
5. Tag: Ausflug nach Marbella mit Besuch eines Gottesdienstes in der Deut-schen Evangelischen Gemeinde. Gemeinsames Mittagessen. Am Nachmittag Besuch von Marbella mit seiner Altstadt. Spaziergang, u. a. zum alten Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, zu der Kirche Iglesia de la Encarnación, auf dem Orangenbaumplatz, zu der Arabischen Mauer, die aus dem Jahr 1100 stammt und als Schutz der damals in Marbella lebenden Mauren erbaut wurde. Der Boulevard Avenida del Mar ist vor allem für seine Skulpturen bekannt. Diese stammen von dem Künstler Salvador Dalí. Rückfahrt zum Hotel.
6. Tag: Ganztagesausflug nach Granada mit Besuch der Alhambra. Die Busfahrt führt zunächst durch die Berge von Malaga und das enge Tal des Rio Guadalmedina über Antequera nach Granada. Als im 13. Jahrhundert unter den Nasriden das Königreich Granada entstand, beschloss der Gründer Alhamar Ibs Nasr, seine Residenz in die direkte Nachbarschaft der Zitadelle oder Alcazaba zu verlegen. Die Festung wurde neu errichtet und die Bauarbeiten zur Palaststadt aufgenommen, die von seinen Nachfolgern hauptsächlich Jusuf I. und dessen Sohn Mohammed V. abgeschlossen wurden. Der Name Alhama stammt von dem Wort rot ab und so wird die Alhambra auch die Rote Burg genannt. Nach der Besichtigung des Nasriden-Palastes und der anderen Höhepunkte der Alhambra, geht es zu den Gärten der Generalife. Mittagessen und nachmittags Freizeit in der Altstadt, wo man auf einem Rundgang durch die malerische Altstadt an der Karawanserei, der Königskapelle und der Kathedrale vorbeikommt. Dann geht es zum Aussichtspunkt für einen grandiosen Ausblick über das ausgedehnte Kunstwerk mit den dahinterliegenden Gipfeln der Sierra Nevada und das arabische Viertel Albaycin.  Rückkehr zum Hotel.
7. Tag: Ganztagesausflug nach Ronda. Auf dem Weg Zwischenstopp, um Dolmen zu besichtigen. Weiterfahrt durch eine reizvolle Landschaft, die bizarre Bergwelt Andalusiens. Weiteres Ziel der heutigen Fahrt ist die „Weiße Königin“, Ronda, eine der schönsten und ältesten Städte Spaniens. Sie ist auf einem 780 m hohem Felsplateau erbaut und wird durch eine 100 Meter tiefe Schlucht dramatisch geteilt und erhält so ein einmalig wildzerklüftetes Pano-rama. Hier hat sich die alte und andalusische Tradition und Lebensweise bis heute weitgehend erhalten. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich allesamt auf der südlichen Altstadtseite wie z.B. die Stabskirche „Santa Maria Mayor“ mit ihren maurischen Kapellen. Viele Holzerker an den sonst weißen Gebäuden wiesen ursprünglich auf die islamischen Wurzeln des Städtchens hin. Um ein christlich wirkendes Stadtbild zur erzielen, wurden diese in späterer Zeit durch die heute typischen, niedrig gemauerten und nicht begehbaren Balkone ersetzt. Hauptanziehungspunkt ist die aus dem 18. Jh. stammende Steinbrücke, die zur Altstadt hinüberführt. Sie überspannt den sogenannten „Tajo“, aus der früher die christlichen Sklaven der maurischen Herrscher Wasser empor schleppen mussten. Eine weitere Attraktion ist die älteste Stierkampfarena Spaniens. Ronda gilt als Geburtsstätte des Stierkampfes, denn hier wurden im 18. Jahrhundert die heute noch gültigen Regeln aufgestellt. Fahrt zum Hotelbezug für 6 Nächte in dem 3-Sterne-Hotel San Fermin an die Costa del Sol.
8. Tag: Fahrt in Richtung Südwesten zum Ganztagesausflug zur Kronkolonie Gibraltar. Die Straßen in Gibraltar sind so eng, dass auf Minibusse umgestiegen werden muss, um den Affenfelsen zu besichtigen. Der Felsen wurde im Vertrag von Utrecht den Briten zugesprochen und ist seither Zankapfel zwischen Spanien und England. Zunächst Fahrt in den äußersten Süden der Halbinsel, von wo man aus einem herrlichen Blick auf die Bucht von Algeciras (hier endet das Mittelmeer) und die afrikanische Küste hat. Die berühmten Säulen des Herkules markierten das Ende der bekannten Welt: In Europa der Felsen von Gibraltar und auf afrikanischer Seite der Berg Al Moussa. Nun geht es hinauf zu der Tropfsteinhöhle. Mittagsessen. Danach geht es zu den bekannten Affen. Etwa 120 Tiere leben heute hier frei in der britischen Kolonie.
9. Tag: Halbtagesausflug in das Bergland der Costa del Sol. Erster Halt in dem weißen Dorf Benalmadena mit kurzem Rundgang. Weiterfahrt zu einem neuerbauten Buddha-Tempel, Sinnbild für religiöse Toleranz des Landes und von wo sich aus einem sagenhaften Blick auf das Meer und die Stadt Fuengirola bietet. Bei klarer Sicht kann man sogar die Konturen von Gibraltar und dem afrikanischen Kontinent erkennen. Ankunft in einem der schönsten weißen Dörfer Andalusiens in Mijas Pueblo. Ein Rundgang durch die engen Gassen spiegelt das Leben aus vergangener Zeit wider. Das Dorf befindet sich an einem Felsplateau, von wo man atemberaubende Blicke auf Fuengirola und das Meer hat. Um das Felsplateau schlängelt sich der botanische Rundweg, mit Palmen, Bäumen und Pflanzen aus aller Welt. Nachmittags Stadtrundfahrt durch Malaga. Malaga ist die Hauptstadt der Costa del Sol und wurde bereits vor 3500 Jahren von den Phöniziern gegründet und war Schauplatz von Römern, Westgoten, Arabern und schließlich den katholischen Königen. Das Altstadtzentrum gleicht einem großen Freilichtmuseum mit seiner mächtigen Kathedrale, den engen verwinkelten Gassen, kleinen Plätzen und grünen Oasen. Auf einem Rundgang wird die Kathedrale besichtigt, man sieht die Überreste des römischen Theaters, den Platz La Merced und das Geburtshaus von Pablo Picasso, weltberühmter Sohn der Stadt. Je nach Wunsch kann die Festung La Alcazaba aus dem Jahre 1065 besichtigt werden und das Picasso-Museum mit Werken aus der gesamten Schaffenszeit des Künstlers. Sehenswert ist der ein Kilometer lange Stadtpark mit über zwanzig verschiedenen Palmenarten, das Rathaus, die Universität und die Bank von Spanien.
10. – 12. Tag: Freizeit eine geruhsame Entspannung.
13. Tag: Freizeit. Rechtzeitiger Transfer zum Flughafen Malaga und Rückflug.

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