„ENOUGH! GENUG! BASTA!“
Frauen* auf der ganzen Welt legen am 9. März die Arbeit nieder – in Anlehnung an den Frauenstreik im Oktober 1975 in Island. Damals wie heute streiken sie für Gleichstellung und eine gerechtere Aufteilung der Care-Arbeit. Auch der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau ist dabei: „Wir sehen uns täglich mit neuen Nachrichten, über die nicht endenden Kriege konfrontiert, geführt von Autokraten, die Andersdenkende, Menschenrechte und Meinungsfreiheit missachten – während gleichzeitig die Bedrohung, Verarmung und Diskriminierung von Frauen* immer weiter zunimmt“, sagt Anja Schwier-Weinrich, geschäftsführende Pfarrerin im Landesverband. „Deshalb schließen wir uns dem weltweiten Frauenstreik an – für ein starkes ENOUGH! GENUG! BASTA!“
Die Organisation der Streiks und Infos über begleitende Demonstrationen erfolgen meist durch lokale Bündnisse vor Ort. Gesammelt werden Informationen dazu z.B. über das Töchterkollektiv (https://toechterkollektiv.de/) oder enoughgenug.org (https://enoughgenug.org/de/). Aber auch darüber hinaus gibt es viele Wege, sich anderweitig zu solidarisieren – gerade Menschen, die Care-Arbeit leisten, sollen sich nicht selbst überfordern! Es können Plakate ins Fenster gestellt, Fahnen aufgehängt, Aufkleber oder Buttons getragen werden, Kinder können mit zur Demo kommen oder die Aktionen können in Pausen oder außerhalb der Arbeitszeit stattfinden. Unter enoughgenug.org gibt es viele Anregungen für Aktionen, von Straßenmalereien über einen lauten Schrei oder Gedichte schreiben bis Backen. Vom Töchterkollektiv gibt es zudem einen Aufruf, am 9. März um 12 Uhr als stilles Protestsignal für 5 Minuten still zu stehen. Egal, ob bei Lohn- oder Care-Arbeit oder irgendwo unterwegs: einfach stehen bleiben, ohne irgendwas zu machen, gemäß dem Slogan des Streiks #OhneUnsStehtAllesStill.
„Der Frauenstreik ist nicht einfach eine symbolische Geste“, sagt Anja Schwier-Weinrich. „Kein Schmuckstück, das man anlegen kann oder auch nicht, sondern es geht darum, gemeinsam etwas zu verändern! Wir wehren uns gemeinschaftlich gegen den aktuellen Status quo. Der Aufruf richtet sich nicht nur an Frauen. Er richtet sich an alle, die unfair behandelt werden – wegen Sexismus, Rassismus, Armut, Behinderung, Queerfeindlichkeit – und an alle, die mitmachen und helfen wollen. Also auch an Männer!“
Foto: Clara Böhme mit Canva
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