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Katharina-Zell-Preis

Von dem Wort aus Apg 18,9 „Rede und schweige nicht“ könnte die Reformatorin Katharina Zell geprägt gewesen sein. Sie ließ sich nicht mundtot machen, sondern ist für Glaubens‐ und Gewissensfreiheit unerschrocken eingetreten. Sie hat unter anderem die reformatorischen Ideen mittels Flugblätter verbreitet.
Ev. Frauen in Hessen und Nassau e. V. sieht sich in der Tradition dieses Bibelwortes und dieser Reformatorin und verleiht jedes Jahr den Katharina‐Zell‐Preis, ein silbernes Flugblatt. Damit sollen Frauen geehrt werden, die sich in der Frauenarbeit, in Kirche und Diakonie herausragend engagiert haben, die sich Widerständen entgegengestellt, auf vielfache Weise zu einem guten Leben beigetragen haben und ein Vorbild für mutiges und unerschrockenes Frauenleben sind.
Auf diese Weise gibt der Frauenverband dieser wertvollen Arbeit, die häufig im Stillen geschieht, ein Gesicht und einen Namen.

Das Leben der Katharina Zell

Katharina Zell war eine mutige Frau der Reformation. Sie lebte von 1497 bis 1562. Ihr Name steht für Mut, Wissbegier, Zuversicht und Ausdauer. In einer Zeit, in der es nicht üblich war, dass Frauen sich zu Wort melden, verfasste Katharina Zell eigene Schriften, Briefe und Predigten.

1498
1523
1524
1525
1526–1533
1538
1541
1548
1555
1562
geboren in Straßburg
Trauung von Katharina Schütz Zell und Matthias Zell im Straßburger Münster durch Martin Bucer
Katharina verteidigt in einem Brief an den Bischof die Priesterehe
hilft bei der Organisation der Flüchtlingshilfe in Straßburg
Geburt und Tod ihres ersten und ihres zweiten Kindes
Gründung einer Akademie zur Förderung des theologischen protestantischen Nachwuchses, Beherbergung von Studenten
Die Pest wütet in Straßburg. Katharina hilft, wo sie kann
Matthias Zell stirbt. Katharina hält eine spontane Grabrede. Sie arbeitet weiter in der Gemeinde und kümmert sich um Arme u. Flüchtlinge
Augsburger Religionsfrieden; Katharina kämpft für eine tolerante Haltung gegenüber unterschiedlichen evangelischen Strömungen
Katharina ist seelsorgerisch und schriftstellerisch tätig. Sie stirbt am 5. September 1562 mit 65 Jahren.

Die Preisträgerinnen