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Digitale Gewalt – zwischen öffentlicher Aggression und privater Kontrolle

Digitale Räume sind längst Teil unseres Alltags – und zugleich Schauplätze vielfältiger Gewaltformen. Doch wie genau zeigt sich digitale Gewalt? Und inwiefern übertragen sich Gewalt und Diskriminierungsstrukturen von der analogen in die digitale Gesellschaft? Clara Böhme, Referentin für Frauen*politik im Landesverband, wirft im nächsten Frauensalon der Evangelischen Akademikerschaft den Blick auf unterschiedliche Ebenen digitaler Gewalt.

Der Großteil der Übergriffe online erfolgt durch fremde Personen: anonyme Hasskommentare, digitales Stalking, Betrugsmaschen, Beleidigungen gegen oder geleakte Informationen von Personen des öffentlichen Lebens: Kommunalpolitiker*innen, Journalist*innen oder Aktivist*innen. Besonders oft trifft es Frauen und Mitglieder marginalisierter Gruppen, die sich öffentlich äußern und durch Anfeindungen zum Rückzug gedrängt werden sollen.

Aber digitale Gewalt kann auch durch Menschen stattfinden, die wir persönlich kennen. Vom Mobbing im Klassen- oder Kolleg*innenchat, über die Verbreitung persönlicher Fotos (sowohl echt als auch gefälscht bzw. bearbeitet). Für gewaltvolle (Ex-)Partner*innen bieten sich zusätzliche Möglichkeiten zur Kontrolle oder Terrorisierung durch übermittelte Standortdaten, Smarthome-Applikationen oder den Zugriff auf persönliche Onlinekonten. Und dem kann man sich meist noch viel schwerer entziehen, als durch das Abschalten von Kommentarfunktionen oder blockieren von Trollen.

Clara Böhme gibt einen Einblick über die unterschiedlichen Formen digitaler Gewalt, wie sie unsere Gesellschaft nicht nur individuell, sondern auch kollektiv belasten und blickt auf die Hürden, die einen effektiven Gewaltschutz im Internet verhindern.

Im Anschluss an den Vortrag bleibt Raum für Austausch, Fragen und gemeinsame Reflexion.

📅 Datum: 19. August 2026
🕒 Uhrzeit: 18 bis 20 Uhr
📍 Ort: Online via Zoom
✉️ Anmeldung: schmid@ev-akademiker.de

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